Psychische Krisen bei Jugendlichen verstehen

3x | Mo

Reihe Zwischen Generationen und Bildschirmwelten

Kurzer Modulbeschrieb
Der Kurs vermittelt Erwachsenen ein fundiertes, differenziertes Verständnis psychischer Krisen im Jugendalter. Im Fokus stehen typische Belastungen, Warnsignale und Entwicklungsbesonderheiten sowie die Frage, wie Erwachsene angemessen, unterstützend und entlastend reagieren können, ohne zu pathologisieren oder zu dramatisieren. Der Kurs verbindet psychologische Grundlagen mit Fallbeispielen, Reflexionen und konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Alltag in Familie, Schule und Freizeit.

Für wen eignet sich die Ausbildung?
• Eltern, Grosseltern und andere Bezugspersonen
• Lehrpersonen, Schulsozialarbeit, Betreuungspersonal
• Fachkräfte aus Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit
• Ehrenamtlich Engagierte
• Erwachsene, die Unsicherheiten im Umgang mit belasteten Jugendlichen abbauen möchten
• Berufsbildende und Lehrmeister/innen

Themenbereiche
• Jugendalter als sensible Entwicklungsphase
• Unterschied zwischen Krise, Belastung und psychischer Erkrankung
• Emotionale, soziale und körperliche Warnsignale
• Rolle von Schule, Leistungsdruck, sozialen Medien und Zukunftsängsten
• Gesprächsführung in schwierigen Situationen
• Haltung: zwischen Fürsorge, Vertrauen und Abgrenzung
• Exkurs Rechtliche Grundlagen bei minderjährigen Jugendlichen
• Eigene Ohnmacht, Sorgen und Belastungen als Erwachsene
• Unterstützungsangebote und Weiterverweisung

Kursziele
• Psychische Krisen im Jugendalter von alltäglichen Entwicklungsbelastungen unterscheiden
• Typische Warnsignale (emotional, sozial, körperlich, digital) erkennen
• Häufige Belastungsfaktoren (Schule, Familie, Peers, Social Media, Zukunftssorgen) einordnen
• Angemessen auf Rückzug, Stimmungsschwankungen, Angst, Selbstwertprobleme oder Überforderung reagieren
• Hilfreiche Gesprächsstrategien anwenden (zuhören, entlasten, Grenzen wahren)
• Eigene Einflussmöglichkeiten und Grenzen realistisch einschätzen
• Wissen, wann und wie externe Unterstützung sinnvoll ist

Zu Beachten
Der Kurs ist keine Therapie, sondern ein Orientierungs- und Handlungskurs. Es sind keine psychologischen oder medizinischen Vorkenntnisse erforderlich.

Lehrmittel
Das Handout sowie Zertifikat sind im Preis inbegriffen.

Spezielles
Es werden direkt betroffene Peers (vergangene psychische Krisen/-Erkrankungen) an einem der Abenden dazustossen, um die Fragen von Interessierten beantworten. Pro Veranstaltung sind zwei Pausen à 10 Minuten vorgesehen. Format: Blended Learning/-Flipped Learning.

Voraussetzung
Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sensiblen Themen, Offenheit für Selbstreflexion und Perspektivenwechsel


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